Hundegestützte Pädagogik
Qualifizierung für den professionellen Einsatz. Diese Ausbildung richtet sich an Mensch-Hund-Teams, die ihren Hund künftig im pädagogischen oder therapeutischen Kontext einsetzen möchten.
Mindestalter des Hundes: 6 Monate
Eine abgeschlossene Grundausbildung ist nicht erforderlich.
Die notwendigen Grundlagen werden innerhalb der Ausbildungsstruktur systematisch aufgebaut.
Die Gesamtdauer beträgt ca. 6 Monate – abhängig vom Ausbildungsstand und individuellen Lernfortschritt.
Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Eignungsprüfung & Einführung
Vor Beginn der Qualifizierung findet eine verbindliche Eignungsprüfung statt.Diese dient der fachlichen Einschätzung des Teams und der Festlegung des individuellen Ausbildungsweges Überprüft werden:
Wesensfestigkeit und Belastbarkeit des Hundes
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Umweltverhalten und Reizverarbeitung
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Bindung und Kommunikation im Team
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Führbarkeit und Orientierung
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Motivation und angestrebtes Einsatzfeld
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Zieldefinition für die spätere Tätigkeit
Auf dieser Grundlage wird festgelegt, in welcher Ausbildungsphase gestartet wird.Nur geeignete Teams werden zur Ausbildung zugelassen.
Kosten der Eignungsprüfung: 125 €
Ausbildungsstruktur
Die Qualifizierung ist in aufeinander aufbauende Phasen gegliedert.Jede Phase endet mit einer strukturierten Lernstandsanalyse.Ein Übergang erfolgt nur bei sicher erreichten Ausbildungszielen.
Basisphase – Fundament & Führungsstruktur
Diese Phase bildet das tragfähige Fundament für die spätere Qualifizierung im Bereich hundegestützte Pädagogik.Hier wird die Stabilität geschaffen, die ein Hund im professionellen Einsatz zwingend benötigt.
Inhalte:
10 Gruppenstunden Grunderziehung Teil 1
8 Gruppenstunden Grunderziehung Teil 2
4 Gruppenstunden in der Therapiehund-Gruppe
Schwerpunkte:
Leinenführigkeit und Orientierung
Impulskontrolle und Frustrationstoleranz
Alltagssicherheit
Belastbarkeit in unterschiedlichen Umgebungen
erste vorbereitende Elemente für spätere Einsätze
Am Ende dieser Phase erfolgt eine Lernstandsanalyse.
Investition: 650 €
Spezialisierungsphase
Hier beginnt die gezielte Vorbereitung auf das individuelle Einsatzfeld.
In dieser Phase wird das Team systematisch auf die Anforderungen im pädagogischen oder therapeutischen Kontext vorbereitet.
Inhalte:
2 Theorieeinheiten
4 Gruppentermine in unterschiedlichen öffentlichen Umgebungen
15 Trainingseinheiten im Hunde-Abi
Einzelgespräch zur individuellen Zielplanung
Empfehlung: Erste-Hilfe-Kurs am Hund (extern, z. B. DRK – ca. 45 €)
Der Hunde-Abi-Anteil – Kern der Einsatzstabilität
Die 15 Einheiten im Hunde-Abi sind kein Zusatztraining, sondern das Stabilitätsmodul der Ausbildung.
Hier werden trainiert:
Arbeiten unter hoher Ablenkung
präzise Orientierung am Menschen
kontrollierte Sozialkontakte
Ruheaufbau trotz Reizlage
Belastungssteuerung
Teamarbeit unter Beobachtung
Dieser Abschnitt sorgt dafür, dass der Hund nicht nur „funktioniert“, sondern im Einsatz emotional stabil bleibt.
Am Ende dieser Phase erfolgt eine fachliche Überprüfung der Einsatzreife.
Investition: 750 €
Praxistransfer & Generalisierung
In dieser Phase wird das Training in das reale Einsatzumfeld übertragen.
Inhalte:
5 Einzeltermine in der Einrichtung oder Praxis
Anpassung an Zielgruppe* Feinschliff der Abläufe
Stressmanagement im Setting
Hier zeigt sich, ob das Team den Transfer vom Trainingsplatz in die Praxis sicher leisten kann.
Investition: 450 €
Abschlussprüfung
Praktische und theoretische Überprüfung
Bewertung angelehnt an internationale Standards (orientiert an ÖKV-Prüfungsordnung)
Nach bestandener Prüfung erhält das Team:✔ Urkunde✔ Teamausweis
Prüfungsgebühr: 150 €**
Gültigkeit & Nachprüfung
Erstprüfung gültig für 2 Jahre
Verlängerung nach Nachschulung möglich
Nachprüfung: 150 €* Nachprüfung gültig für 3 Jahre
Wichtige Hinweise
50 € Arbeitsmaterial* Dauer abhängig vom Ausbildungsstand
Einstieg jederzeit möglich
Zulassung zur Prüfung nur bei vollständig absolvierter Ausbildungsstruktur
